PZ 24 2012/2013

Die musikalische Arbeit nahm in diesem Probenzyklus Irene Urbach von der Hochschule für Musik in Nürnberg auf, die vor der Toskana-Reise den Taktstock an Gerhard Koschel übergab.

Artikel über Irene Urbach - publiziert in der Harmonika-International (Ausgabe 02-2012) (PDF)

 

Konzerte:

  • 31.05.2013 Basilica Santa Maria Assunta in Montecatini Terme (Toskana, Italien)
  • 01.06.2013 Istituto Don Bosco di Pescia in Pescia (Toskana, Italien)
  • 16.06.2013 Heilig-Geist-Saal, Nürnberg
  • 06.07.2013 August-Everding-Saal der Musikschule Grünwald, Grünwald bei München
  • 01.11.2013 Konzertsaal der Musikakademie Alteglofsheim, Schloss Alteglofsheim

 

Programm:

  • Südlich der Alpen; Sätze: 1. In einer Hafenstadt – 2. Terrasse am Meer – 3. Blumen-Corso – 4. Tarantella
    Ernst Fischer; arr.: Rudolf Würthner
  • Die Italienerin in Algier – Overtüre
    Gioacchino Rossini; arr.: Thomas Krum
  • Variationen über „Komm, lieber Mai“; Sätze: Thema – 7 Variationen - Finale
    Rudolf Würthner
  • Divertimento; Sätze: 1. Marsch – 2. Intermezzo – 3. Rondo
    Fritz Dobler
  • Sinfonische Suite; Sätze: 1. Introduzione – 2. Gavotta con Arietta – 3. Arioso – 4. Menuetto maestoso
    Wolfgang Jacobi
  • Sanfona; Samba concertato
    Wolfgang Russ Plötz
  • La Danza; Gioacchino Rossini; arr.: Heinz Oettinger
  • Gabriel’s Oboe (from the Motion Picture “The Mission”)
    (Ennio Moricone; arr.: Hans-Günther Kölz)
  • Konzert für Akkordeon (und Streich- oder Akkordeonorchester); Sätze: Thema – 9 Variationen – Coda
    Hugo Herrmann

 

Neben der Konzertreise in die Toskana (Italien) vom 28. Mai bis 2. Juni mit Konzerten in Italien fanden vier Konzerte in Deutschland statt:

Sonderkonzert des Landesjugend-Akkordeonorchesters Bayern am 01. November 2013

Während des DHV-Herbseminars 2013 in Alteglofsheim (31.10. - 03.11.2013) fungierte das LJAO Bayern als Seminarorchester für den Dirigierkurs in Kunststufen-Literatur mit Herrn Prof. Bloemke von der Hochschule für Musik in Detmold. In dessen Rahmen wird das LJAO Bayern am 01.11.2013 um 19:30 Uhr im großen Konzertsaal der Musikakademie Alteglofsheim konzertieren. Zu diesem Sonderkonzert in besonderem Rahmen ist jeder eingeladen - natürlich auch gerne "Nicht-Herbstseminar-Teilnehmer". Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns einfach, die Kontaktdaten finden Sie in der Rubrik "Kontakt". Informationen zu unseren Konzerten finden Sie auch stets aktuell auf "LJAO in myharmonica.de".

1. November 2013 um 19:30 Uhr

im Konzertsaal der Musikakademie Alteglofsheim (Am Schloßhof 1, 93087 Alteglofsheim)

 LJAO Bayern Konzert am 01.11.2013 in der Musikakademie Alteglofsheim

 

 

Konzert des Landesjugend-Akkordeonorchesters Bayern

6. Juli 2013 um 20:00 Uhr

im August-Everding-Saal der Musikschule Grünwald (Ebertstr. 1, 82031 Grünwald)

 

 

Konzert des Landesjugend-Akkordeonorchesters Bayern

16. Juni 2013 um 19:30 Uhr

im Heilig-Geist-Saal in Nürnberg (Hans-Sachs-Platz 2, 90403 Nürnberg)

 

 

Konzerttournee des LJAO-Bayern in die Toskana vom 28. Mai bis 2. Juni 2013


Die diesjährige Konzertreise führt das Landesjugend-Akkordeonorchester Bayern in die Toskana, mit einem Abstecher nach Venedig.

Das Orchester spielte im Rahmen seiner Tournee 2 Konzerte:

  • Basilika Santa Maria Assunta in Montecatini Terme am 31.05.2013
  • Seniorenstift "Istituto Don Bosco" in Pescia am 01.06.2013

Das war die Reiseroute des Orchesters:

München - Montecatini Terme - Florenz - Siena - San Gimignano - Lucca - Pescia - Montecatini Alto - Venedig - München.

 

Nachfolgend ein humorvoller Reisebericht eines aktuellen LJAO-Spielers:

 

 

Tag 1: Dienstag
Ein unspektakulärer Reisetag

Mit einer gefühlten Verspätung von nur drei Minuten (okay, es waren 20) starteten wir Richtung Montecatini Terme. Praktischerweise befand sich in unserem Bus eine Sitzgruppe mit vier Plätzen und einem Tisch in der Mitte; die Voraussetzungen für stundenlanges Schafkopfen waren erfüllt.
Mit der Reduktion der Pinkelpausen auf nur eine und relativ staufreien Autobahnen kamen wir sehr pünktlich an. Als etwas schwierig gestaltete sich aber das Ausladen in Montecatini Terme: die Stadt ist nicht unbedingt geeignet für größere Busmanöver, worauf wir nach circa zwölf Sekunden freundlich von zwei italienischen Wachkörpern hingewiesen wurden, wobei einer der beiden durch ein Trillerpfeifchen atmete.
Nachdem die Orchestermitglieder nach Geschlechtern getrennt in zwei verschiedenen Gebäuden des Hotels untergebracht wurden (sicher ist sicher), ging es auch gleich zum Abendessen. Nach einem Abend-spaziergang endete für die meisten der Tag eher ruhig.
Zahl des Tages: 27
Bei diversen Gesprächen mit dem deutlich über- durchschnittlich sympathischen Busfahrer ging es mitunter um technische Details des Busses. Dabei erfuhren wir den beeindruckend sparsamen Verbrauch von nur gut 27 Litern auf 100 Kilometer.

Tag 2: Mittwoch
Florenz - oder:
Obacht, der Floh! Rennt's!

Mit einem relativ geringen Anteil von kater-geschädigten Orchestermitgliedern von approximativ 20% startete der Tag nach einem delikaten Frühstück mit einer Zugfahrt nach Florenz.
Die Spektakularität des Ausugs hielt sich bis Beginn der Stadtführung in Grenzen, stieg dann aber merklich an. Anschließend ging es auf Essenssuche, die den Großteil des Orchesters in eine Markthalle führte. Eine Verkaufsstelle machte dabei einen verhängnisvollen Fehler: Gratisproben von allen angebotenen Käse- und Wurstsorten. Obwohl nahezu jeder sich dort im Anschluss an die Verkostung ein Semmelchen kaufte, durfte das lediglich den Umsatz, nicht aber den Gewinn gesteigert haben.
Erwähnenswert ist noch die Kalorienaufnahme eines Orchestermitglieds beim abendlichen Hotelessen. Benennen wir ihn aus Anonymitätsgründen unver- fänglich nach einem Tier, zum Beispiel dem Floh. Mit der Ausrede, den ganzen Tag nur eine kleine Schale Müsli und ein Eis gegessen zu haben, erhoffte sich der Floh Verständnis und wohl auch eine Portion Mitleid. Während der Speisung nahm dieser nicht nur die Essensreste sämtlicher Orchestermitglieder in Emp- fang, sondern orderte auch noch diverse Male Nach- schlag bei der Bedienung an.
Bilanz des Gelages (abgerundet): zwei Vorspeisen, dreieinhalb Teller Nudeln, ein halber Teller Gemüse- suppe, mindestens zwei, eher aber drei Portionen der Hauptspeise sowie als Dessert eine Portion Tiramisu. Es ist wohl kaum verwunderlich, dass Floh auf die Portion Mitleid aus gesundheitlichen Gründen ver- zichten musste.
Zahl des Tages: 16.840
Was zuerst wie die Kalorienaufnahme des oben (nicht) genannten Orchestmitglieds anmutet, ist tatsachlich die Anzahl der an diesem Tag gelaufenen Schritte. Durch Bus- oder Zugfahrten oder andere Erschütte- rungen leidet bedauerlicherweise die Genauigkeit des Pedometers, und so ist davon auszugehen, dass die Differenz zur tatsächlich gelaufenen Strecke größer ist als die zur Kalorienaufnahme unseres Mitspielers.

Tag 3: Donnerstag
Siena & San Gimignano

Am dritten Reisetag erwartete uns ein sehr deutscher Tagesanfang: es war kalt und feucht. In Siena wurde die Stadtführung aufgrund eines sehr unangenehmen Gewitters kurzerhand für eine Stunde in ein Café verlegt. Nach Ende des Informationsrundganges im Dom von Siena gab es noch leckere Pizzastücke zu Mittag und es ging weiter mit dem Bus nach San Gimignano. Das Wetter wurde langsam besser, und unsere Aufmerksamkeit richtete sich auf den dort ansässigen zweimaligen Eisweltmeister Sergio Dondoli. Dieser belohnte unseren Einkauf mit einem zehnminütigen Plausch vor seiner Eisdiele. Der Tag endete für die meisten in einer nicht allzu stark ausartenden Zimmerparty.
Zahl des Tages: 13,99
Der Preis eines durch das Wetter notwendig gewor- denen Regenschirms, gekauft in Siena, ebenda auch beschädigt, und in Montecatini endgültig zerstört.

Tag 4: Freitag
Lucca & Ankunft der musikalischen Leitung

Der Vormittag war gekennzeichnet von einem Spaziergang durch Lucca. Wieder im Hotel angekommen wurden wir von unserem Dirigenten herzlich begrüßt, der bis zu diesem Zeitpunkt seinen Familienurlaub ebenfalls in Italien verbrachte. Sogleich ging es zur Probe in den Speisesaal des Hotels, und nach dem Abendessen sofort weiter zur Basilika Santa Maria Assunta in Montecatini Terme.
Dort wurde dann pünktlich zum offiziellen Konzert- beginn um 21 Uhr noch mit dem hiesigen Chor geprobt. Offenbar sind Italiener überdurchschnittlich gebildet, denn anders ist nicht zu erklären, warum die meisten Gäste zwei akademische Viertel brauchten, um den Veranstaltungsort aufzusuchen. Insgesamt schätzten wir die Anzahl der Konzertbesucher auf ungefähr 300, wobei sich zu keiner Zeit mehr als 70 Personen in der Basilika befanden.
Erschöpft vom Konzert und vom Vorabend dauerte der gemütliche Teil des Abends nur bis maximal fünf Uhr.
Zahl des Tages: 5
Die Basilika hatte einen erstaunlich langen Nachhall von circa fünf Sekunden. Obwohl das für einen eher schwammigen Klang sorgte, kam uns der Hall bei dem einen oder anderen Stück sehr entgegen.

Tag 5: Samstag
Altenheimkonzert & Reise nach Venedig

Inspiriert vom Konzert am Vortag kam unserem Dirigenten die Idee, Stimmenproben für den Vormit- tag anzusetzen. Dieser verbindliche Vorschlag wurde dann pflichtbewusst umgesetzt, unterbrochen nur von ab und zu auftretenden Sirenenklängen, deren Intervalle sofort fleißig nachgespielt wurden. Nachmit- tags beglückten wir nach kurzer Anspielprobe in einer Kapelle mit wesentlich weniger Hall (die Stimmen- probe hat sich gelohnt!) ungefähr zwei Dutzend Menschen im Endstadium ihres Lebens.
Glücklicherweise störte uns ein Patient mit Schrei- krämpfen nur bei der Anspielprobe und nicht während des Konzertes, welches für italienische Verhältnisse erstaunlich pünktlich begann. Ob die Besänftigung an unseren harmonischen Akkordeonklängen lag oder an einer hohen Dosis Beruhigungsmittel ist leider nicht mehr nachvollziehbar.
Nach einem reichhaltigen Abendessen in Montecatini Alto fuhren wir mit dem Bus schafkopfend nach Venedig.
Zahl des Tages: 50
Unser Dirigent musste wie auch wir mit dem Bus aufgrund einer Autobahnsperrung einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, wobei sich seine Wahl der alternative Route als nicht ganz so glücklich herausstellte. Bilanz des Kurzausflugs: zusätzliche 50 Kilometer auf dem Kilometerzähler.

Tag 6: Sonntag
Venedig - oder:
Das Passau Italiens

Da unser Hotel einige Kilometer weit von Venedig entfernt lag, durften wir ein weiteres Mal eine Reise mit dem Zug antreten. Am Bahnhof wurden wir dieses Mal nicht von einer Stadtführung empfangen, sondern von zwei großen Plakaten, die uns auf das Problem der vorzeitigen Ejakulation hinwiesen. Einer von fünf Männern soll darunter leiden, und man wurde ermutigt, deswegen seinen Arzt aufzusuchen. Obwohl unsere Gruppe an diesem Tag aus deutlich mehr als fünf Männern bestand, fühlte sich niemand angesprochen und der lange Marsch durch Venedig begann.
Wir versuchten herauszufinden, wo sich der Drehort einer bekannten Szene aus dem Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ befindet, mussten uns dann aber doch mit dem Markusplatz zufrieden geben.¹
Nach dem klassischen Sightseeing in Venedig ging es dann zuerst mit dem Zug, dann mit dem Bus auf Heimreise.
Mittlerweile erreichten uns immer mehr Nachrichten vom Hochwasser in Deutschland (insbesondere Passau, der Heimat mehrerer Orchestermitglieder und unseres Dirigenten). Dies führte zu einem kollektiven Telefoniermarathon, nachdem wir die deutsch österreichische Grenze überquerten und uns somit endlich wieder im günstigen Tarifbereich befanden.
Die Reise selbst endete mit friedlichen Schafkopfrunden und der Hoffnung, die Häuser und Wohnungen trocken vorzufinden.
Zahl des Tages: 90
Dabei handelt es sich um die Anzahl an Schafkopfspielen, die auf Blöcken und Zetteln gewertet wurden. Allerdings ist mit ähnlich vielen Runden Watten und Schafkopf zu rechnen, die außerhalb jeglicher Dokumentation vonstattengingen.


¹ http://www.youtube.com/watch?v=cpwL1hAFdhY